Meldungen aus, von und über das Abendgymnasium Göttingen

25h Stunden Lauffestival in Göttingen

Einen respektablen Auftritt beim ersten 25h-Laufevent in Göttingen unseres Abendgymnasiums gilt es zu feiern!

Unser Team – bestehend aus Läuferinnen und Läufern aus der Studierenden- und Lehrerschaft sowie Freunden des AGG – nahm bei dieser neu ins Leben gerufenen Staffel-Veranstaltung am 19./20. September 2026 in Göttingen in der „Extreme“-Edition teil (12 statt 25 Läufer pro Team). Dabei haben wir uns beachtlich geschlagen…

Bei diesem Lauffestival von Samstag 11 Uhr bis Sonntag 12 Uhr im Sportpark Jahnstadion, das am letzten Wochenende Premiere in Göttingen feierte, gilt es, bei einem Rundkurs, der durch und um das Stadion verläuft, im Rahmen eines Staffellaufs binnen eines Tages so viele Runden wie möglich gemeinsam zu absolvieren. Dabei ist stets pro Team ein Läufer aktiv, der in der Wertung berücksichtigt wird. Es wird dauerhaft gelaufen, Stillstand: Fehlanzeige.

Der Veranstalter schreibt selbst dazu auf seiner Homepage:

„Erlebe ein einzigartiges Laufabenteuer beim 25h Lauffestival im Sportpark Jahnstadion! Auf einem etwa 1100 Meter langen Rundkurs, der sich durch die malerische Kulisse des Stadions schlängelt, erwarten dich 25 Stunden purer Lauf- und Sportgenuss. Einer läuft für das Team und die anderen feuern an, ruhen sich aus oder stärken sich für ihren nächsten Einsatz. Ob als Firma, Verein oder einfach mit Freunden – jeder kann teilnehmen!“

Jedes Teammitglied hat einen grandiosen Einsatz gezeigt, ist an die eigenen Grenzen gegangen (und zum Teil darüber hinaus) – aber alle hatten gemeinsam vor allem eines im Sinn: die pure Freude am Laufen durch die Natur rund um das Stadiongelände!

Ein voller Erfolg auf ganzer Linie getreu dem Motto:
„Abendgymnasium Göttingen – (Bildung) morgens und abends“… Denn: Ein gesunder Geist und ein fröhliches Gemüt sind stets am besten in einem gesunden Körper beheimatet.

Zum Ergebnis (O-Ton Cheforganisator Tom Wedrins, Liveticker):

„Emmi ist auf der letzten Runde, sie macht damit sensationelle 200 für uns voll, kommt mal ins Ziel!!!!“ (11:51 Uhr)

„200 Runden!!! Danke ans Team. Platz 21!!!“ (11:59 Uhr).

Team AGG / Teilnehmer: David Hortig, Annabelle Hoffmann, Wolfgang Ebeling, Yaro Hartung, Emmilie Hartge, Anna Juretzka, Dr. Katja Köbernick, Gerhard Nolte, Christiane Puritz, Tom Wedrins.

Chapeau!

Auf auf zum nächsten Event 2027!

Sommerfest bei herrlichem Wetter

Am vergangenen Mittwoch kam unsere Schulgemeinschaft bei herrlichem Wetter zu einem gemeinsamen Grillfest zusammen. Die von der SV organisierte Veranstaltung brachte Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen zusammen und bot Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre gemeinsam zu essen, zu reden und Zeit miteinander zu verbringen.

Fördertisch des Abendgymnasiums am 4.9.26

Schulstart 2026/27: Herzlich Willkommen am Abendgymnasium Göttingen!

Am 13. August startete auch bei uns wieder der Schulbetrieb. Dazu begrüßte traditionsgemäß jeweils morgens und abends unser Schulleiter Tom Wedrins die ca. 50 neuen Studierenden des Vorkurses sowie der Einführungs- und Qualifikationsphase. Auch bestehende und ehemalige Studierende des Fördervereins wohnten dieser Auftaktveranstaltung mit bei. Gezeigt wurden u.a. Impressionen unseres bewegten Schullebens aus dem vorangegangenen Schuljahr, das anwesende Lehrpersonal stellte sich mit einigen Grußworten vor und auch der Förderverein hieß mit einer kleinen Aufmerksamkeit herzlich willkommen.
Somit startet im aktuellen Schuljahr 2026/27 eine deutlich über 100 Mitglieder zählende Studierendenschaft, die sich auf den Weg macht, einen höheren Schulabschluss auf den zweiten Bildungsweg anzustreben. Wir freuen uns auf ein ereignisreiches Schuljahr und blicken erwartungsvoll tollen Erlebnissen, Gesprächen und Begegnungen entgegen.

Bericht über die Romfahrt von Vanessa Winter

Bericht von der Romfahrt im Juni

Rom ist wunderschön. An jeder Ecke gibt es etwas Neues zu sehen, und das Wetter war, wie für diese Jahreszeit üblich, heiß, aber angenehm trocken und luftig. Für unsportliche Menschen wie mich war es eine sehr bewegungsintensive Zeit, denn die alten Römer hatten wohl nicht umsonst starke Beine. Wer Rom zu Fuß erkundet, sollte gute Schuhe, Schmerzgel und ausreichend Zeit mitnehmen, denn es geht oft bergauf und bergab. Außerdem hat man sich bei den Treppen offenbar nicht viel aus einheitlichen Stufenmaßen gemacht, weshalb so mancher Aufstieg besonders herausfordernd ist. An den Sehenswürdigkeiten war es häufig voll. Dank vorab gebuchter Tickets konnten wir jedoch meistens an den langen Schlangen vorbeigehen und uns stundenlanges Warten ersparen.

Besonders sehenswert finde ich das Kolosseum, das Forum Romanum und die Katakomben, die allerdings für Menschen mit Platzangst eine Herausforderung sein können. Weniger beeindruckt hat mich – vielleicht auch, weil ich nicht gläubig bin – der Vatikan mit den Vatikanischen Museen. Besonders enttäuschend fand ich die Sixtinische Kapelle. Im Nachhinein hätte ich lieber eine andere Attraktion wie den Petersdom besichtigt.

Die Unterkunft, das „Hotel San Marco“, hat mir sehr gut gefallen, und auch die Zimmergröße war angenehm. Ich teilte mein Zimmer mit drei weiteren Personen. Eine zusätzliche Zimmerkarte wäre hilfreich gewesen, da es zeitweise schwierig war, sich zu viert eine einzige Karte zu teilen. Das Frühstück war sehr süß ausgerichtet, bot aber genügend Auswahl, sodass man gut versorgt in den Tag starten konnte.

Negativ ist mir aufgefallen, dass manche geplanten Gruppenaktivitäten nur bei einem Teil der Gruppe Anklang fanden. Mehrere Versuche, ein gemeinsames Gruppenessen zu organisieren, waren daher nicht besonders erfolgreich. Von dem ersten Essen erfuhren wir erst spät. Dafür entdeckten fünf weitere Personen und ich das sehr gute Restaurant „Bramble“ in der Nähe des Hotels. Das zweite Restaurant war uns von den Lehrkräften empfohlen worden, die es am ersten Tag besucht hatten. Wir hatten ohnehin überlegt, dort zu essen, fanden es letztlich aber leider nicht besonders gut. Beim Abschlussessen waren außerdem nicht alle Interessierten eingeplant worden, obwohl sich mehrere Personen vorab dafür gemeldet hatten.

Gerade dieses Abschlussessen war für einige von uns keine schöne Erfahrung. Als wir zu der Gruppe stießen, die bereits vorgegangen war, waren alle zehn Plätze belegt, obwohl mit mindestens 14 Personen hätte gerechnet werden müssen. Vier von uns standen deshalb zunächst unschlüssig vor dem Tisch, bis wir zwei Tische weiter einen Platz bekamen. Zu allem Überfluss wurde anschließend ein Gruppenfoto der zehnköpfigen Gruppe gemacht, ohne uns zu fragen, ob wir ebenfalls darauf sein wollten. Daraufhin ging eine meiner Begleitungen zurück ins Hotel. Auch das Essen, das zwei von uns bestellt hatten, war so schlecht, dass wir überlegten, einfach zu gehen. Immerhin sorgte die Karte des Restaurants für einige Lacher – sie hätte uns vielleicht schon vorher einen Hinweis auf die Qualität geben können. Die vielen Lacher, die gute Gesellschaft und der anschließende Besuch eines Parks ließen uns diese Erfahrung jedoch schnell vergessen.

Insgesamt gibt es in Rom so viel zu sehen, dass eine Woche längst nicht ausreicht, um die Stadt vollständig zu erkunden. Für etwas verrücktere Menschen wie mich bot sich sogar die Gelegenheit für ein spontanes Tattoo, um die Reise zu verewigen. Ich kann dafür das Tattoostudio „Aria Tattoo Lab“ sehr empfehlen: Die Mitarbeitenden waren ausgesprochen freundlich und haben großartige Arbeit geleistet.

Abschließend kann ich diese Reise jedem sehr empfehlen, denn wir haben viel erlebt und gesehen. Es war die schönste und für mich persönlich bereicherndste Reise seit Langem. Die Zeit in Rom wird mir auf jeden Fall in guter Erinnerung bleiben.

Melissa, Q1a

Truus‘ Children im Lumière

In Kooperation mit dem Abendgymnasium Göttingen und der Gesellschaft für christl.-jüd. Zusammenarbeit

TRUUS‘ CHILDREN erzählt die bewegende, wahre Geschichte einer außergewöhnlichen Frau: Truus Wijsmuller. In einer Zeit von Angst, Verfolgung und politischer Dunkelheit stellte sie sich mutig gegen das Unrecht des Nationalsozialismus und rettete damit das Leben von über 10.000 Kindern. Mit unglaublicher Entschlossenheit organisierte Truus Kindertransporte und brachte jüdische Kinder aus Nazi-Deutschland in Sicherheit, um ihnen eine Zukunft zu ermöglichen. TRUUS‘ CHILDREN ist ein eindrucksvoller Film über Mut, Menschlichkeit und die Kraft einer einzelnen Person, etwas zu verändern. Er erinnert uns daran, wie wichtig Zivilcourage ist, damals wie heute.

Die beiden niederländischen Regisseurinnen Pamela Sturhoofd und Jessica Van Tijn sind anwesend. Im Anschluss an die Vorstellung lädt die Junge Programmgruppe zu einem Gespräch ein, bei dem Fragen zur Dokumentation gestellt werden können und Einblicke in die Filmproduktion gewährt werden.

„Luisa“ am 7.5. um 19.30 Uhr im Lumière

Am Donnerstag den 7.5. um 19.30 Uhr ist es wieder soweit: die Junge Programmgruppe präsentiert den nächsten von ihr ausgewählten Film im Kino Lumière: „Luisa“ der Göttinger Regisseurin Julia Roesler!

Besonders freut uns, dass die Regisseurin selbst zum Filmgespräch nach der Vorstellung kommen wird, um für Fragen zu diesem besonderen Projekt zur Verfügung zu stehen! Sie wird begleitet vom Szenenbildner Thomas Rump, dessen Arbeit für den Film ebenfalls ausgezeichnet wurde.

Hier noch der Link zur Webseite mit Trailer und Hintergrundinformationen: https://luisa-film.de/

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ – Reaktionen auf die Veranstaltung am 06. März 2026

Die Veranstaltung am 6. März, zu der Schüler*innen aller Göttinger Schulen als Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ eingeladen worden sind, führte zu verschiedenen Reaktionen bei Kollegium und Studierendenschaft. Anbei ein paar Beispiele.

„Menschenfreund zu sein, kostet ja keinen Cent!“ – Schüler*innengespräch mit den Preisträgern des Göttinger Friedenspreises Dr. Leon Weintraub und Sanem Kleff am 6. März 2026

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Am Freitag, den 06.032026, nahmen Studierende und Lehrende des Abendgymnasium Göttingen an einer lehrreichen und eindrucksvollen Veranstaltung teil, welche im Rahmen des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ am FKG angeboten wurde.

Die Veranstaltung stand im Zusammenhang mit der am darauffolgenden Tage stattfindenden Preisverleihung des Göttinger Friedenspreises, welcher von der Stiftung Dr. Roland Röhl seit 1999 jährlich an Menschen und Initiativen vergeben wird, die sich weltweit für eine friedlichere Welt einsetzen.  In diesem Jahr erhielten diesen Preis der Holocaust-Überlebende Dr. Leon Weintraub sowie die Leiterin des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ Sanem Kleff für ihr unermüdliches praktisches Wirken für den Frieden.

Aus genanntem Anlass bestand für Schüler*innen aller Schulen ohne Rassismus in Göttingen die Möglichkeit, die beiden Preisträgerinnen kennen zu lernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Im Anschluss an die Vorstellung ausgewählter Stationen des biographischen Weges des Ehrendoktors, konnten Schüler*innen zudem Fragen an den Zeitzeugen richten. Es entwickelte sich eine offene, persönliche und sehr menschliche Diskussion über historische wie aktuelle Themen.

Der pensionierte Geburtshelfer Weintraub warnte in seinen Beiträgen eindringlich vor Antisemitismus, Rassismus und Extremismus als Wurzeln der Gewalt. Ihm gehe es darum, jungen Menschen nahe zu bringen, sich gegen Hass und aktiv für Menschlichkeit einzusetzen. Er betonte, dass Frieden mehr sei, als das, was zwischen Staaten stattfinde: Innerer und äußerer Frieden gehörten unbedingt zusammen. Versöhnung statt Vergebung, so lautete sein Credo. Die Leiterin des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ betonte zudem als Ziel des Projekts: „Unser Ziel ist Gleichwertigkeit. Mehr wollen wir nicht. Der Wert eines jeden Menschen ist identisch.“

Die Veranstaltung endete zu Recht mit Standing Ovations.

Buchtipp zur Veranstaltung:

Leon Weintraub: Die Versöhnung mit dem Bösen. Geschichte eines Weiterlebens, Wallstein-Verlag (Göttingen), 2022.