Bericht von der Romfahrt im Juni


Rom ist wunderschön. An jeder Ecke gibt es etwas Neues zu sehen, und das Wetter war, wie für diese Jahreszeit üblich, heiß, aber angenehm trocken und luftig. Für unsportliche Menschen wie mich war es eine sehr bewegungsintensive Zeit, denn die alten Römer hatten wohl nicht umsonst starke Beine. Wer Rom zu Fuß erkundet, sollte gute Schuhe, Schmerzgel und ausreichend Zeit mitnehmen, denn es geht oft bergauf und bergab. Außerdem hat man sich bei den Treppen offenbar nicht viel aus einheitlichen Stufenmaßen gemacht, weshalb so mancher Aufstieg besonders herausfordernd ist. An den Sehenswürdigkeiten war es häufig voll. Dank vorab gebuchter Tickets konnten wir jedoch meistens an den langen Schlangen vorbeigehen und uns stundenlanges Warten ersparen.
Besonders sehenswert finde ich das Kolosseum, das Forum Romanum und die Katakomben, die allerdings für Menschen mit Platzangst eine Herausforderung sein können. Weniger beeindruckt hat mich – vielleicht auch, weil ich nicht gläubig bin – der Vatikan mit den Vatikanischen Museen. Besonders enttäuschend fand ich die Sixtinische Kapelle. Im Nachhinein hätte ich lieber eine andere Attraktion wie den Petersdom besichtigt.
Die Unterkunft, das „Hotel San Marco“, hat mir sehr gut gefallen, und auch die Zimmergröße war angenehm. Ich teilte mein Zimmer mit drei weiteren Personen. Eine zusätzliche Zimmerkarte wäre hilfreich gewesen, da es zeitweise schwierig war, sich zu viert eine einzige Karte zu teilen. Das Frühstück war sehr süß ausgerichtet, bot aber genügend Auswahl, sodass man gut versorgt in den Tag starten konnte.
Negativ ist mir aufgefallen, dass manche geplanten Gruppenaktivitäten nur bei einem Teil der Gruppe Anklang fanden. Mehrere Versuche, ein gemeinsames Gruppenessen zu organisieren, waren daher nicht besonders erfolgreich. Von dem ersten Essen erfuhren wir erst spät. Dafür entdeckten fünf weitere Personen und ich das sehr gute Restaurant „Bramble“ in der Nähe des Hotels. Das zweite Restaurant war uns von den Lehrkräften empfohlen worden, die es am ersten Tag besucht hatten. Wir hatten ohnehin überlegt, dort zu essen, fanden es letztlich aber leider nicht besonders gut. Beim Abschlussessen waren außerdem nicht alle Interessierten eingeplant worden, obwohl sich mehrere Personen vorab dafür gemeldet hatten.
Gerade dieses Abschlussessen war für einige von uns keine schöne Erfahrung. Als wir zu der Gruppe stießen, die bereits vorgegangen war, waren alle zehn Plätze belegt, obwohl mit mindestens 14 Personen hätte gerechnet werden müssen. Vier von uns standen deshalb zunächst unschlüssig vor dem Tisch, bis wir zwei Tische weiter einen Platz bekamen. Zu allem Überfluss wurde anschließend ein Gruppenfoto der zehnköpfigen Gruppe gemacht, ohne uns zu fragen, ob wir ebenfalls darauf sein wollten. Daraufhin ging eine meiner Begleitungen zurück ins Hotel. Auch das Essen, das zwei von uns bestellt hatten, war so schlecht, dass wir überlegten, einfach zu gehen. Immerhin sorgte die Karte des Restaurants für einige Lacher – sie hätte uns vielleicht schon vorher einen Hinweis auf die Qualität geben können. Die vielen Lacher, die gute Gesellschaft und der anschließende Besuch eines Parks ließen uns diese Erfahrung jedoch schnell vergessen.
Insgesamt gibt es in Rom so viel zu sehen, dass eine Woche längst nicht ausreicht, um die Stadt vollständig zu erkunden. Für etwas verrücktere Menschen wie mich bot sich sogar die Gelegenheit für ein spontanes Tattoo, um die Reise zu verewigen. Ich kann dafür das Tattoostudio „Aria Tattoo Lab“ sehr empfehlen: Die Mitarbeitenden waren ausgesprochen freundlich und haben großartige Arbeit geleistet.
Abschließend kann ich diese Reise jedem sehr empfehlen, denn wir haben viel erlebt und gesehen. Es war die schönste und für mich persönlich bereicherndste Reise seit Langem. Die Zeit in Rom wird mir auf jeden Fall in guter Erinnerung bleiben.






